März 2011: Große Kerbameise (Formica exsecta)

Die Große Kerbameise, Formica exsecta Nylander, 1846, ist das Insekt des Jahres 2011. Ihren Namen verdankt die in der gesamten Paläarktis verbreitete Art der Form des schuppenartigen ersten Segments des Hinterleibs, das oben eine deutliche Einkerbung trägt.

Im Gegensatz zur Roten Waldameise ist die Große Kerbameise weitgehend unbekannt. Sie ist eine von 13 in Bayern als vom Aussterben bedroht geltenden Arten und wird in der Roten Liste für Deutschland als stark gefährdet eingestuft. Zu den Hauptursachen für den Rückgang der Großen Kerbameise zählen das Fehlen geeigneter Neststandorte. Neben der Kerbameise gelten eine Reihe anderer Arten als gefährdet und allein in Bayern sind mehr als zwei Drittel der insgesamt 87 vorkommenden Ameisenarten in der Roten Liste verzeichnet. Das Foto rechts zeigt den Kopf einer Kerbameise in Frontalansicht (Foto: April Nobile / © AntWeb.org / CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons)

Im Rahmen des bayerischen Barcoding-Projekts wurde die Große Kerbameise bereits 2010 genetisch charakterisiert und ist somit durch ihren Barcode eindeutig bestimmbar.

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Die Große Kerbameise auf Wikipedia